Stadtlauf Nürnberg 2016

Ja, ich weiß, ich bin furchtbar spät dran…. Es macht nach zwei Wochen schon fast keinen Sinn mehr, über den diesjährigen Stadtlauf Nünberg zu schreiben. Aber ich möchte meinen Stadtlauf der Vollständigkeit halber doch kurz notieren. Was ich im Blog habe, habe ich im Blog….

Den Stadtlauf bin ich im letzten Jahrtausend auch schon zweimal auf der Halbmarathon-Distanz gelaufen. Und die Tatsache, dass die Veranstaltung 2016 in Nürnberg bereits ihren zwanzigsten Geburtstag feierte, hat im letzten Jahr nicht ganz unmaßgeblich dazu beigetragen, dass ich mir für dieses Jahr seit langem mal wieder die 21 Kilometer vorgenommen habe. Ich bin damals den ersten Stadtlauf im Jahr 1995 (Seufz! Bin ich ein alter Sack geworden) als meinen ersten Halbmarathon (und das auch noch überraschenderweise unter zwei Stunden) gelaufen. Das Laufshirt von damals hat übrigens auch erst im letzten Jahr das Zeitliche gesegnet. Das waren damals noch ganz ordinäre T-Shirts aus Baumwolle – von wegen Funktionsshirt… Pfffffft! Aber die Qualität war nicht ohne! Immerhin hat dieses Laufshirt eine beachtliche 20-jährige Karriere vom sommerlichen Angebershirt für Garten- und Grillpartys über „Hauselshirt“ bis zuletzt zum Schlafshirt hinter sich.

equipment_stadtlaufIm Gegensatz zu meinem damaligen Lauf, der an an einem wunderschönen warmen 3. Oktober stattfand, war das Wetter dieses Jahr eher bescheiden. Bewölkt, phasenweise regnerisch und mit 14 Grad Höchsttemperatur eher frisch. Während des Laufens macht mir sowas eigentlich nichts aus, aber vor dem Start und nach dem Rennen finde ich derartige Wetterverhältnisse etwas ätzend. Wie der geneigte Leser auf dem Foto sehen kann, bin ich noch kurz behost und im kurzärmeligen T-Shirt gelaufen. Immerhin war der Großteil im Startblock um mich herum schon langärmlig und in langen Hosen unterwegs.

Ich habe inzwischen durch meinen neuen Arbeitgeber die Möglichkeit in Nürnberg am Hauptmarkt zu parken und konnte mein Büro auch als Stützpunkt zum Umziehen nutzen. Das war vor dem Start ganz nützlich, weil ich den Weg vom Hauptmarkt zum Start an der Oper gleich zum Warmlaufen nutzen konnte. Nach zwei Stunden dann aber im Ziel angekommen, war das keine ganz so tolle Idee mehr, weil ich dort nichts zum Wechseln hatte, mir sehr schnell kalt wurde und ich dann fröstelnd mit steifen Gliedern zum Hauptmarkt zurück schlurfen musste. Mit Laufen war da nichts mehr drin. Das Frauchen war leider mit Freundinnen in Bayreuth unterwegs und konnte diesmal nicht Betreuerin spielen – untreue Tomate! ;o) Und dass mir auf dem Weg dann noch der Spruch „Na? Hast du dich verlaufen?“ nicht erspart blieb…. Na ja!

Der letzte Absatz deutet am Ende auch schon an, wie es mir während des Stadtlaufes ging. Nicht so toll. Ich habe zwar eine ähnliche Zeit wie vier Wochen vorher in der Fränkischen zustande gebracht, aber der Lauf selber hat mir nicht ganz soviel Spaß bereitet. Ich habe mich im Gedränge des Läuferpulks auf den ersten Kilometern dazu verleiten lassen, das Rennen viel zu schnell anzugehen und habe das dann ungefähr ab Kilometer 11 bereut. Der klassische Anfängerfehler, den ich über die vielen Jahre meines Sportlerlebens mit wahrer Begeisterung immer wieder begehe. Auf den letzten fünf Kilometern habe ich das dann sogar richtig bitter bereut, alles tat weh und die körperlichen Kraftreserven gingen schnell zur Neige. Auf den letzten zwei Kilometern bin ich dann zur kriechenden Schnecke mutiert.

Ich habe mich ins Ziel geschleppt, dort ein kaltes Weizen und etwas Kuchen in mich hineingewürgt und mich dann müde Richtung Büro geschleppt. Wegen der fröstelnden Temperaturen hatte ich auch keine Lust mehr, lange im Zielbereich herum zu lungern, obwohl ich das eigentlich immer ganz gern mache. Schnell umgezogen, heim gefahren und stöhnend aufs Sofa geworfen….

Nicht mal zu einem Selfie und ein paar Fotos aus dem Zielbereich für Instagram hatte ich Lust. Und das will was heißen. Und dass meine Polaruhr (und die Uhren vieler anderer auf Strava) nicht mal 21 Kilometer angezeigt hat, besserte meine Laune auch nicht richtig.

Mein Fazit: 2017 aber trotzdem bestimmt wieder und dann mit besserer Stimmung, besserer Renneinteilung und hoffentlich besserem Wetter!

Finisher-Medaille

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.