Es läuft imer noch nicht rund…

In meinem letzten Eintrag habe ich ja schon über’s Verletztsein gejammert und über die Tatsache, dass ich die ganzen schönen Rennen, die ich im Frühjahr so optimistisch eingeplant hatte, nicht laufen kann. Und so habe ich mittelprächtig frustiert bei meiner fränkischen Strava-Timeline verfolgen dürfen, wie es sich beim Herzorun in Herzogenaurach so lief, wie die Damen und Herren sich alle beim Fränkischen Halb- bzw. auch Marathon amüsiert haben und der Arcadenlauf muss auch wieder schön gewesen sein. Aber ich hatte wenigestens den Nürnberger Stadtlauf noch eingeplant, den ich dieses Jahr ohne größeren Ehrgeiz als lockeren Halbmarathon durchlaufen wollte.

Wie die Einleitung sicher schon andeutet, aus dem Nürnberger Stadtlauf am Tag der deutschen Einheit wird jetzt auch nichts. Allerdings lag das nicht am Rücken, welcher, auch wenn er immer noch hier und da Probleme macht, ein gutes Lauftrainung kaum mehr behindert, sondern an der Tatsache, dass ich mir vor zwei Wochen den Daumen böse an einem Ikea-Bildrahmen verletzt habe.

Verbundener DaumenFragt bitte nicht wie und was passiert ist, das ist mir ein bisserl zu peinlich, um es detailiert zu erzählen. Ich bin halt manchmal ein echter Schussel! Meine Daumekuppe schien durchaus eine Zeitlang ernsthaft in Gefahr zu sein und die Gemahlin, ihres Zeichens gelernte und vor allem erfahrene Krankenschwester, hat in der ersten Woche beim Verbandswechsel besorgt die Stirn in Falten gelegt. Und wenn die stirnrunzelnde Pflegerin dann meint, man solle jetzt erst einmal so ein bis eineinhalb Wochen lang nicht laufen, weil besser wäre das für den Daumen, dann befolge ich diesen Ratschlag auch – allerdings unter stillem, heftigem inneren Protest!

Blöderweise war das genau die Zeit, in welcher ich mit langen Läufen beginnen wollte, um wenigstens ein paar Kilometer als Vorbereitung auf den 03. Oktober zu absolvieren. Und nachdem daraus jetzt auch nicht geworden ist, schalte ich in den Vernunftmodus und lasse auch dieses Rennen sein. Ich kümmere mich jetzt erst mal wieder um den Aufbau einer vernünftigen Grundlagenausdauer für kommende Herausforderungen im Winter. Also liebe Mittelfranken, die ihr am 3. Oktober nach Nürnberg pilgert: Nachdem es die letzten beiden Jahre nass und kalt beim Stadtlauf war, bekommt ihr dieses Jahr wahrscheinlich traumhaftes Laufwetter – denn ich bin ja nicht mit von der Partie. 😉 Und allen anderen, die nicht das Vergnügen haben, in Mittelfranken zu leben, aber trotzdem nach Nürnberg kommen, wünsche ich natürlich auch viel Spaß. Ich bin ja nicht so….

Aber man wäre schießlich kein ernstzunehmender Läufer, wenn man sich von derartigen Malheuren länger frustrieren ließe und nicht schon nach weiteren Herausforderungen Ausschau hält: Vielleicht lauf ich dann mal Ende Oktober durch die Brucker Lache und lasse mich zur Teilnahme an der Nürnberger Wintelaufserie hinreißen? Und den Silvesterlauf habe ich auch noch ganz fix in der Planung, wenn nicht wieder blödes Verletzungspech dazwischen kommt.

Wir werden sehen…

6 thoughts on “Es läuft imer noch nicht rund…

  • 24. September 2018 at 9:26
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    Na dann gute Besserung!. Mit der Fingerkuppe hatte ich dieses Jahr auch schon Spaß. Habe mir versucht mit einer Elektrosäge den kleinen Finger anzuschneiden. Das 5 Tage vor dem Swim und Run in Rheinsberg. Den habe ich dann mit Strip-Pflaster, Fingerkuppe und Gummihandschuh aber trotzdem in Angriff genommen. Sollte mir vielleicht auch eine persönliche Krankenschwester zulegen. Gute Besserung und liebe Grüße von Silke und MAthias

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    • 24. September 2018 at 20:27
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      Dankeschön für die Genesungswünsche! 😀 Strip-Pflaster und Gummihandschuhe hatte ich auch, aber die ersten Tage hat der Daumen bei jedem Ansatz von körperlicher Anstrengung begonnen zu pochen und echt fies weh getan. Aber jetzt gehts ja wieder und jetzt wird gelaufen!

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  • 24. September 2018 at 17:24
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    Kopf hoch! Du bist nicht alleine. Auch mein Sportjahr war zum Vergessen.
    Nächstes Jahr wird wunderbar. Glaub dran und: pass auf deine Finger auf 🙂

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    • 24. September 2018 at 20:30
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      Mach ich! 😀 Und da ich unverbesserlicher Optimist bin, glaube ich das mit dem „wunderbar“ mal ganz einfach… 😉

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      • 25. September 2018 at 16:30
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        Hab ich nur des Reimes wegen geschrieben. Ich bin Berufspessimist 🙂

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  • 12. Oktober 2018 at 9:53
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    Oh, jemand aus meiner Heimat!

    Beste Genesungswünsche aus Hamburg 🙂

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